Strand Göhren – Naturstrand am Südkap von Rügen
Göhren liegt am südöstlichen Zipfel der Halbinsel Mönchgut und ist eines der ursprünglichsten Ostseebäder Rügens. Hier gibt es keine riesigen Hotelblöcke, keine überfüllten Parkplätze, kein Massentourismus. Dafür zwei komplett unterschiedliche Strände, die direkt miteinander kontrastieren – und einen der schönsten Ausblicke auf der gesamten Insel.
Nord- und Südstrand: zwei Strände, zwei Welten
Nordstrand (Hauptstrand): Der Nordstrand ist der ruhigere der beiden. Hier finden sich Strandkörbe, ein Strandaufgang vom Ort aus und eine entspannte Atmosphäre. Das Wasser ist flach, der Strand familienfreundlich. Typischer Badestrand – aber deutlich weniger besucht als Binz oder Sellin.
Südstrand: Wer über den Kamm der Endmoräne geht (kurze Wanderung vom Ort aus), erreicht den Südstrand. Er ist breiter, naturbelassener und oft völlig menschenleer – selbst im Sommer. Kein Strandkorbverleih, keine Strandwacht. Dafür ein einzigartiger Blick auf die Steilküste und die offene See. Hunde sind hier ganzjährig willkommen.
Die Endmoräne – Göhrens besonderer Geländevorteil
Göhren liegt auf einer markanten Endmoräne, die aus der Eiszeit stammt. Diese natürliche Erhebung sorgt dafür, dass das Dorf auf einem Hügel liegt – und von dort aus einen weiten Panoramablick über die Ostsee bietet. Der kurze Spaziergang vom Ort auf den Aussichtsberg gehört zu den schönsten Aussichtspunkten im Süden Rügens.
Parken in Göhren
Göhren hat keine massiven Parkprobleme wie Binz:
- Hauptparkplatz am Ortseingang: ca. 5–8 € pro Tag, gut ausgeschildert
- Kleinere Parkplätze im Ort: begrenzte Plätze, in der Hochsaison früh belegen
- Mit dem Rasenden Roland: Die Schmalspurbahn hält direkt in Göhren – ideale Anreise ohne Parkstress
Anreise nach Göhren
Mit dem Auto: Von Binz aus ca. 20 Minuten über die B196 und dann die L29. Von Stralsund ca. 75 Minuten.
Mit dem Rasenden Roland: Die nostalgische Schmalspurbahn verbindet Putbus (Bahnhof mit DB-Anbindung) mit Göhren – Endstation der Linie. Fahrzeit ab Putbus ca. 50 Minuten, mehrmals täglich.
Mit dem Fahrrad: Göhren liegt am Ostseeküstenradweg. Von Sellin ca. 12 km auf asphaltierten Wegen durch Buchenwälder und Felder.
Das Mönchgut – Naturkulisse pur
Göhren ist das Tor zur Halbinsel Mönchgut, einem der am stärksten unter Naturschutz stehenden Gebiete Rügens. Die Landschaft hier ist vielfältig: Boddengewässer, Steilküsten, Buchenwälder, Fischerdörfer. Das Mönchgut-Museum im Ort zeigt die Geschichte der Fischerei und des Lebens auf der Halbinsel.
Wandern um Göhren
Göhren ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Wanderungen:
- Rundweg Göhren–Thiessow: Ca. 15 km entlang der Küste und durch das Binnenland – einer der schönsten Küstenwanderwege auf Rügen
- Weg zur Steilküste: Ab Göhren Nordstrand nach Norden, vorbei an den Klippen Richtung Lobbe – ca. 3 km einfach
- Mönchgut-Rundwanderweg: 30 km, verteilt auf 2 Tage – für Ausdauerwanderer
Häufige Fragen zum Strand Göhren
Sind Hunde am Strand Göhren erlaubt? Am Südstrand ja, ganzjährig. Am Nordstrand gelten in der Hauptsaison Einschränkungen (Mai–September nur außerhalb der Badesaison morgens und abends).
Wie unterscheidet sich Göhren von Binz? Göhren ist deutlich ruhiger, naturbelassener und weniger touristisch erschlossen. Wer Ruhe, Natur und ein ursprüngliches Ostseeflair sucht, ist in Göhren besser aufgehoben. Wer Promenade, Seebrücke und Strandkorbflair sucht, sollte nach Binz.
Gibt es in Göhren Gastronomie am Strand? Am Nordstrand gibt es einige Strandimbisse und ein kleines Restaurant. Das gastronomische Angebot ist überschaubar, aber gut – besonders empfehlenswert: frische Fischbrötchen direkt am Hafen.
Was kostet der Strandkorb in Göhren? Ca. 7–11 € pro Tag, etwas günstiger als in Binz.
Weitere Strände in der Nähe
- Strand Thiessow – 10 km südlich, wilder Naturstrand am Kap
- Strand Baabe – 5 km nördlich, ruhiges Naturidyll
- Strand Sellin – 12 km nördlich, mit der berühmten Seebrücke
Vor dem Besuch lohnt ein Blick auf die Webcam Göhren – so siehst du live, wie das Wetter und der Strand aktuell aussehen.